Togus Kumalak

Übersicht

Togus Kumalak ("Neun Steine") ist der kasachische Name eines Mancalaspiels, das auf Kirgisisch Togus Korgool ("Neun Kotbälle") heißt.

Brett

Togus Kumalak wird auf einem besonderen Brett gespielt, das aus zwei Reihen mit je neun kleinen Mulden besteht und zwei großen furchenartigen Mulden, die Kazan genannt werden. Einem Spieler gehören die untere Reihe kleiner Mulden und die obere Kazan (bei den gegnerischen Mulden).

Am Anfang liegen 9 Bälle in jeder kleinen Mulde.

Spielziel

Ein Spieler gewinnt die Partie, wenn er mehr Bälle in seiner Kazan sammelt als sein Gegner.

Wenn beide Spieler die gleiche Anzahl Bälle gesammelt haben, endet die Partie unentschieden.

Spielablauf

Die Spieler ziehen abwechselnd, indem sie Bälle säen. Das Säen geschieht wie folgt:

  • Der Spieler nimmt alle Bälle, bis auf einen, aus einer seiner Mulden. Enthält die Mulde nur einen Ball, so wird dieser genommen.
  • Die Bälle werden dann gegen den Uhrzeigersinn einzeln in die darauf folgenden Mulden verteilt.

Ein Beispiel:

Ein Spieler nimmt acht Bälle aus seiner Mulde "g" und sät sie gegen den Uhrzeigersinn.

  • Wenn der zuletzt gesäte Ball in eine gegnerische Mulde fällt und die Anzahl ihrer Bälle dann gerade ist, werden alle ihre Bälle vom Spieler gefangen und in seine  Kazan gelegt.

 

Der zuletzt gesäte Ball fällt in eine gegnerische Mulde, die zusammen dann eine gerade Anzahl (10) enthält.
Alle 10 Bälle werden in die Kazan des Spielers gelegt.

  • Wenn der zuletzt gesäte Ball  in eine gegnerische Mulde fällt, die dann insgesamt drei Bälle enthält,  werden alle Bälle dieser Mulde vom Spieler gefangen  und in seine Kazan gelegt. Die Mulde wird zu seiner Tuzdik (Kasachisch: "heiliger Ort"; oder Kirgisisch: tuz, was "Salz" bedeutet). Es gibt mehrere Fälle, bei denen ein Tuzdik nicht entsteht:

- Wenn der Spieler bereits eine Tuzdik hat.
- Die letzte gegnerische Mulde (seine neunte) kann nicht in ein Tuzdik verwandelt werden.
- Ein Tuzdik entsteht nicht, wenn sie symmetrisch zur gegnerischen wäre (z.B., wenn die dritte eigene Mulde ein Tuzdik ist,  kann man nicht die dritte gegnerische Mulde in einen verwandeln).

Es ist erlaubt so einen Zug zu machen, aber es würde kein Tuzdik entstehen. Alle Bälle, die in einen Tuzdik beim Säen fallen, werden vom Besitzer des Tuzdik gefangen und in seine Kazan gelegt.



  Ein Spieler nimmt neun Bälle aus seiner Mulde "F" und sät sie gegen den Uhrzeigersinn.
Der zuletzt gesäte Ball fällt in die gegnerische Mulde "f", die dann drei Bälle enthält. Diese Mulde wird dann zu seinem Tuzdik (alle drei Bälle werden in die Kazan des Spielers gelegt)
.

  Ein Spieler nimmt  zehn Bälle aus seiner Mulde "e" und sät sie gegen den Uhrzeigersinn.
Der zuletzt gesäte Ball fällt in die gegnerische Mulde "F" , diedann insgesamt drei Bälle enthält. Diese Mulde wird NICHT zu seinem Tuzdik, da sie symmetrisch zur gegnerischen Tuzdik (Mulde "f") liegen würde.
Hinweis: Während des Säens fiel ein Ball in den  gegnerischen Tuzdik (Mulde "f")
und wurde dann in die gegnerische Kazan gelegt
.

  • Wenn ein Spieler, der am Zug ist,  nicht ziehen kann, endet die Partie und die restlichen Bälle werden in die gegnerische Kazan gelegt

Externe Links

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