Oware

Übersicht
Oware (auch  Awele, Awale, Ouri, Awari, Wari oder Warri genannt) ist ein Brettspiel für zwei Personen, das zur Mancala-Familie gehört.

Brett

Oware wird auf einem Brett gespielt, das aus zwei Reihen mit je sechs kleinen Spielmulden und zwei  großen Speichermulden  (an den Enden) besteht. Einem Spieler gehört die auf seiner Seite liegende Reihe von Spielmulden und die Speichermulde zu seiner Rechten.

Am Anfang der Partie liegen vier Samen in jeder Spielmulde.

Spielziel
Ein Spieler gewinnt, wenn er mehr Samen fängt als sein Gegner. Im igGameCenter endet die Partie, sobald ein Spieler 25 Samen in seiner Speichermulde hat.

Spielablauf

Die Spieler ziehen abwechselnd, indem sie ihre Samen säen. Das Säen geschieht auf folgende Weise:

  • Der Spieler nimmt alle Samen aus einer Spielmulde seiner Seite.
  • Er legt jeweils einen Samen in jede folgende Spielmulde (die Speichermulden werden ausgelassen), wobei er in der Speichermulde beginnt, die als nächste im Gegenuhrzeigersinn folgt.

Ein Beispiel für das Säen:

Der Spieler nimmt die fünf Samen aus seiner Spielmulde e
und sät sie gegen den Uhrzeigersinn.

  • Falls der letzte Samen  in eine gegnerische Spielmulde gesät wird, die dann insgesamt zwei oder drei Samen enthalten, werden alle Samen in dieser Mulde gefangen und in die Speichermulde des Spielers gelegt. Falls die vorangehende Spielmulde (entgegengesetzt zur Spielrichtung) auch auf der gegnerischen Seite liegt und zwei oder drei Samen enthält, werden diese Samen auch gefangen und in die Speichermulde des Spielers gelegt. Es wird auf diese Weise so lange geschlagen, bis die vorangehende Spielmulde auf der gegnerischen Seite einen oder mehr als drei Samen enthält. Der Inhalt eigener Spielmulden kann nicht geschlagen werden.

Der Spieler nimmt fünf Samen aus seiner Mulde e und sät sie
gegen den Uhrzeigersinn. Der zuletzt gesäte Samen fällt
in eine Spielmulde des Gegners (D) und füllt sie auf
zwei Samen auf. Die beiden vorangehenden Mulden (B und C) enthalten nun
auch zwei oder drei Samen. Alle Samen aus diesen drei Spielmulden (B, C, und D)

werden geschlagen und in die Speichermulde des Spielers gelegt.

  • Falls alle Spielmulden des Gegners leer sind, muss man versuchen, ihm wenigstens einen Samen zuzuspielen. Wenn dies nicht geht, legt der Spieler die verbliebenen Samen in seine Speichermulde und die Partie ist zu Ende.
  • Ein Zug, der alle gegnerischen Samen fangen würde, wird "Grand Slam" genannt. Es gibt mehrere Regelvarianten für einen solchen Fall:
    • Schlagen durch "Grand Slam" ist verboten. Mit anderen Worten, die Spieler dürfen derartige Züge nicht machen. Falls alle Züge zu einem "Grand Slam" führen, nimmt der Spieler alle verbliebenen Samen und legt sie in seine Speichermulde. Dann endet die Partie.
    • "Grand Slam" Züge sind erlaubt, aber sie fangen nichts. Diese Variante wird am häufigsten bei internationalen Turnieren verwendet.
    • "Grand Slam" ist erlaubt. Der Spieler schlägt alle Samen von der gegnerischen Seite und legt sie zusammen mit den auf seiner Seite verbliebenen Samen in seine Speichermulde. Damit ist die Partie zu Ende.

 

Externe Links

 


[create new page] [copy this page] [edit this page] [translate this page] [view history]

© 2015. Created by Arty Sandler. Privacy Policy