Ordo

Übersicht
Ordo (lat. Reihe, Linie, Klasse) ist ein Brettspiel für 2 Spieler. Es wurde von Dieter Stein im Jahr 2009 erfunden. Es gibt zwei Varianten des Spiels: "Klassisches Ordo" und "Ordo X" ("Erweitertes Ordo").

Brett

Ordo wird auf einem 10x8-Brett gespielt.

Es gibt 2 Spieler: Hell und Dunkel. Zu Beginn hat jeder Spieler 20 Steine der entsprechenden Farbe.

Die Anfangsaufstellung der Steine ist im folgenden Bild zu sehen:

 

Klassisches Ordo

Ziel von Ordo ist es, die gegenüberliegende Grundlinie mit einem der eigenen Steine zu erreichen. Ein Spieler kann auch gewinnen, indem er alle Steine des Gegners schlägt oder die Gruppe der gegnerischen Steine so teilt, dass der Gegner sie im seinem nächsten Zug nicht wieder verbinden kann.

Die Spieler ziehen abwechselnd. Es beginnt der Spieler, der die hellen Steine spielt.

Während des Spiels, nach dem Zug eines Spielers, müssen alle Steine dieses Spielers in einer einzelnen Gruppe (orthogonal oder diagonal) verbunden sein. Wenn die Gruppe der Steine eines Spielers infolge eines gegnerischen Schlagzuges geteilt wird, muss dieser Spieler einen Zug machen, der seine Gruppe wieder verbindet. Wenn ein solcher Zug nicht möglich ist, verliert der Spieler sofort.

Es gibt zwei Zugarten: Einzelzüge und Ordozüge.


Ein einzelner Stein kann sich geradeaus vorwärts, diagonal vorwärts oder seitlich in einer geraden Linie beliebig viele Felder weit bewegen. Er kann den Zug auf einem leeren Feld oder einem Feld, das von einem gegnerischen Stein besetzt ist, beenden. Der gegnerische Stein wird damit geschlagen und vom Brett genommen. Nur wenn die eigene Gruppe gerade geteilt wurde und wieder verbunden werden muss, kann ein Stein auch rückwärts oder diagonal rückwärts ziehen. Im folgenden Bild werden z. B. alle möglichen Züge des hervorgehobenen Steins auf d3 gezeigt:

 


Der Ordozug: 2 oder mehrere Steine, die in einer horizontalen oder vertikalen Linie (ein Ordo) verbunden sind, können seitwärts beliebig weit über freie Felder ziehen. Sie dürfen nur orthogonal (nicht diagonal) vorwärts (wenn die horizontal verbunden sind) oder seitlich (wenn sie vertikal verbunden sind) die gleiche Anzahl von Feldern ziehen. Sie dürfen nicht schlagen. Nur dann, wenn die eigene Gruppe geteilt wurde und wieder verbunden werden muss, darf ein Ordo rückwärts ziehen. Im folgenden Bild werden drei mögliche Ordozüge dargestellt (es sind viele andere in dieser Position möglich):

Ordo X

Das Ziel von Ordo X ist es, die gegnerische Grundreihe mit einem eigenen Spielstein zu erreichen oder alle gegnerischen Spielsteine zu schlagen.

Die Spieler ziehen abwechselnd, wobei Weiß beginnt.

Während der Partie, nachdem ein Spieler gezogen hat, müssen alle Steine des Spielers miteinander verbunden sein (orthogonal oder diagonal).

Es gibt zwei Arten von Zügen: Einzel- und Ordozüge.


Ein einzelner Spielstein kann vorwärts (gerade oder diagonal) oder seitwärts (nach links oder rechts) in gerader Linie über beliebig viele freie Felder ziehen. Er kann den Zug auf einem freien oder einem von einem gegnerischen Stein besetzten Feld beenden. Der gegnerische Stein ist damit geschlagen.

Teilt der angreifende Spieler durch Schlagen die Gruppe des Mitspielers, muss er alle Steine dieses Spielers, die nach dem Entfernen des geschlagenen Steins nicht mit der größten noch bestehenden Teilgruppe verbunden sind, vom Brett entfernen. Gibt es mehrere gleich große Teilgruppen, muss der angreifende Spieler wählen, welche Steine entfernt werden sollen. In den folgenden Abbildungen sind Beispiele für das Schlagen und Teilen dargestellt:

 

Dieser Schlagzug teilt die gegnerische Gruppe in drei Teilgruppen mit einem, zwei und fünf Steinen. Zusammen mit dem geschlagenen Stein werden die beiden kleineren Teilgruppen entfernt.

 

Dieser Schlagzug teilt die gegnerische Gruppe in zwei Teilgruppen, die jeweils 5 Steine groß sind. Der Spieler darf sich entscheiden, welche der beiden Teilgruppen entfernt werden soll.


Der Ordozug: Zwei oder mehr Spielsteine einer Farbe, die in einer horizontalen oder vertikalen (niemals diagonalen) Linie verbunden sind, werden „Ordo“ genannt. Ein Ordo zieht, wie ein einzelner Stein, vorwärts (gerade oder diagonal) oder seitwärts (nach links oder rechts) in gerader Linie über beliebig viele freie Felder. Ein Ordo kann grundsätzlich nicht schlagen. Beispielhafte Ordozüge sind In den folgenden Abbildungen dargestellt (es gibt noch weitere Zugmöglichkeiten als die hier dargestellten):

   

Drei Beispiele seitlicher Ordozüge.

 

Fünf Beispiele von Ordozügen in der Reihe.

 

Drei Beispiele diagonaler Ordozüge.


Wenn der Spieler einen Einzel- oder Ordozug in seitlicher Richtung macht, muss er sofort danach einen weiteren Zug nach vorne (gerade oder diagonal) ausführen, bevor das Zugrecht wieder an den Mitspieler geht. Dieser zweite Zug kann mit dem selben oder auch einem anderen Einzelstein oder einem anderen Ordo ausgeführt werden. Beide Züge, der seitliche und der nachfolgende, müssen reguläre Züge sein, d. h. sie folgen den normalen Zugegeln und dürfen insbesondere die eigene Gruppe nicht teilen.

Externe Links

 


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